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Gebäudereiniger-Innung Südwestfalen - Mittleres Ruhrgebiet
Desinfektionsverfahren
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◦ Vorbeugende, routinemäßige Desinfektion

▪ Die prophylaktische, routinemäßige Desinfektion wird allgemein mit der täglichen Hausreinigung verbunden.

▪ Ziel ist die höchstmögliche Reduktion des Keimgehaltes in Verbindung mit der Minderung der Anzahl pathogener und fakultativ pathogener Keime im jeweiligen Bereich.

▪ Die Intensität der Reinigung und Desinfektion richtet sich nach den jeweiligen Anforderungen der unterschiedlichen Krankenhausbereiche.

▪ Demzufolge müssen für die einzelnen Bereiche entsprechend abgestufte Desinfektions und Reinigungspläne erstellt werden:

• Bereiche, die in besonderem Maße vor Infektionen geschützt werden müssen,

• Bereiche, von denen bevorzugt Infektionen ausgehen können, Bereiche mit mittlerem Infektionsrisiko und

• Bereiche mit geringen Infektionsmöglichkeiten.

• Wenn bei der vorbeugenden Desinfektion in einem Arbeitsgang auch ein Reinigungseffekt erzielt werden soll, sind nur entsprechende Kombinationspräparate zu verwenden, deren unbedenkliche Kombination überprüft ist. Ein nachträglicher Zusatz von Reinigungsmitteln zu Desinfektionsmitteln bzw. umgekehrt ist nicht zulässig.


◦ Laufende Desinfektion

▪ Mit ihr soll eine Keimverschleppung während der Zeit der Erkrankung verhindert werden.

▪ Die laufende Desinfektion erstreckt sich auf alle potentiell durch den Kranken kontaminierten Gegenstände und die Ausscheidung des Kranken. Sie wird auch als „Desinfektion am Krankenbett" bezeichnet.


◦ Schlussdesinfektion

▪ Die Schlussdesinfektion erfolgt, wenn der Patient nachweislich keinen Krankheitserreger mehr ausscheidet bzw. Wenn dies aufgrund von Erfahrungswerten anzunehmen ist, wenn er verlegt wurde oder gestorben ist.

▪ Sie ist nach § 10a Bundesseuchengesetz vom 18.12.1979 dann erforderlich, „wenn Gegenstände mit Erregern meldepflichtiger Krankheiten behaftet sind oder wenn das anzunehmen ist und dadurch eine Verbreitung von Krankheiten zu befürchten ist."

▪ Durch die Schlussdesinfektion soll der Bereich oder Raum, der zur Pflege oder Behandlung eines Infektionskranken diente, so hergerichtet werden, daß er ohne Infektionsgefährdung zur Pflege oder Behandlung eines anderen Patienten genutzt werden kann.

▪ Die Schlussdesinfektion erstreckt sich auf alle Oberflächen und Gegenstände, die mit Krankheitserregern kontaminiert sind bzw. sein könnten.


◦ Die vereinfachte und erweiterte Schlussdesinfektion

▪ Bei der vereinfachten Schlussdesinfektion handelt es sich um ein Nasswisch- und Scheuerverfahren, das zur Anwendung kommt, wenn in der Umgebung des Patienten Objekte mit Krankheitserregern behaftet sind oder sein können.

▪ Eine sorgfältig durchgeführte Laufende Desinfektion erleichtert die Durchführung der Schlussdesinfektion.

▪ Zur „erweiterten Schlussdesinfektion" gehört neben der Nasswisch- und Scheuerdesinfektion (vorgeschaltet oder nachgehend) die „Raumdesinfektion" durch Verdampfen oder Vernebeln von Formalin mit geeigneten Apparaten.

▪ Sie erfaßt das ganze Krankenzimmer und dessen Einrichtungen. Die Raumdesinfektion kommt nach Vorgabe des BGA nur zur Anwendung bei virusbedingtem hämorrhagischem Fieber, Lungenmilzbrand und in Sonderfällen bei Erkrankung an Tuberkulose.

▪ Bei erhöhter Infektionsgefahr des Desinfektors erfolgt erst die Raumdesinfektion, dann die Nasswisch- und Scheuerdesinfektion. Insbesondere bei virusbedingtem hämorrhagischem Fieber kann es angezeigt sein, danach nochmals eine Verdampfung oder Vernebelung von Formalin durchzuführen.

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